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Punkt

Er tritt aus dem Schatten,
eine Fußnote im Manuskript der Nacht,
im Mantel aus staubigem Asphalt.

Die Stadt legt ihm ihre Zunge um den Hals
und kaut gedankenlos an seinem Fleisch.
Reklamen predigen Erlösung im Sonderangebot,
lackierte Särge stehen geschniegelt im Schaufenster
und spiegeln die Augen zurück,
deren Bilanz sie längst kennen.

Automaten verschlucken Münzen,
spucken Hoffnung in Portionen aus.
Die Kanalisation trägt Parfum,
damit Armut nicht stinkt, sondern still fault.

Ein Baum steht unter Bewährung,
mit Schal gegen die Sinnfragen.
Ein Haus wirft seine Haut ab,
Ziegel bröckeln aus dem Gebiss der Zeit.

Fettgeruch und Bieratem salben die Nacht.
Absätze klopfen Morsezeichen der Begierde,
in Waschsalons zerreißen Paradiesvögel
die Liturgie aus Weiß und Bunt,
als ließe sich Reinheit auswringen.
Zeitungen prügeln sich selbst in den Tod
hinter bernsteinfarbenem Glas.


Eine Greisin weicht dem eigenen Herzschlag,
dem Steckbrief ihres Körpers.

Er geht vorbei.
Schmerz zahlt jeder in Raten.

Ein Hund prüft ihn, wittert Endlichkeit,
wo Menschen nichts sehen,
und flieht vor dem Gestank.
Der Fremde trägt den Punkt im Atem.
Sein Schritt ist Löschung.

An der Ecke schwankt ein Mann,
ein Satzfragment ohne Adressat,
das niemanden mehr braucht
und niemanden erwartet.

Gedicht

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