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Neben dir

Wenn Wege brechen, stehe ich,
wo deine Schatten müde sind.
Ich halte nicht, ich halte mit –
bis wieder Licht im Morgen rinnt.

Wenn Worte fehlen, bleib ich still,
kein Trost aus Pflicht, kein leerer Schwur.
Nur Nähe, die nicht reden will,
und bleibt – wie alter Schuh im Flur.

Ob Zeit uns trennt, ob Welt verweht,
ob Stille durch die Stunden zieht –
ich bleibe dort, wo du noch stehst,
bis uns ein gleicher Atem wiegt.

Und wenn du fällst – ich fall ein Stück,
damit du weißt, du fällst nicht ganz.
Denn Freundschaft ist kein Zufallsglück,
sie hält – im Bruch, im Gleichgewicht, im Tanz.

Gedicht

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