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Nachklang
Du gehst, weil Kräfte schwinden,
und Würde dich trägt.
Denn Worte, die zu laut werden,
verlieren ihr Gewicht.
Du schreibst,
wie andere atmen –
präzise, uneitel,
mit der Geduld des Sehens.
Wer hinsieht,
spürt Haltung zwischen den Zeilen,
spürt, wie Denken leise werden kann,
ohne sich zu beugen.
Ich folgte deinen Sätzen wie Spuren
durch ein Gelände, das ich kenne.
Sie zeigen Richtungen,
aber keine Wege.
Manche hier sprechen über Stimmen,
du sprichst mit ihnen.
Deine Schärfe verletzt nicht,
sie klärt – und ist darum selten.
Denn wer den Blick bewahrt,
wo andere nur Wände sehen,
hinterlässt mehr,
als er mitnimmt.
Wenn du weiterschreibst –
wo auch immer das sein mag –,
werden die, die sehen, wissen:
Du warst nie weg.
Nur weiter.
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