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Klagelied des Windes
Kleines Wesen, einer Knospe gleich,
gezeugt, geboren, nicht gefragt,
deine Träume schlummern
in den Wurzeln der Erde.
Wie der Blütensamen, leise keimend,
streckst du deine zarten Arme aus in die Welt,
dein Lächeln flüstert dem Wind,
der über die Felder tanzt.
Du kleines Wunder, auf wackeligen Beinen,
bereit, die Farben des Lebens zu empfangen,
voll reiner Hoffnung,
im Wachstum zerschmettert.
Erbrochenes Leid,
gefangen im Schatten,
läufst du durch Stürme,
durch Trauer und Zeit.
In der Erde schlummern deine Träume,
du bist Teil der Magie.
Der Wind singt klagend sein Lied,
wenn Seelen welken und die Erde weint.
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