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Im Schweben
Ich lasse mich von Wolken tragen,
als wär mir jemand still so nah,
kein Wort will ich dem Wind noch sagen,
nur fühlen, was ich niemals sah.
Ich taste Horizonte leise,
leg mich vertrauend in den Raum,
als führ mich eine fremde Weise
durch diesen sanften Himmelstraum.
Ich gleite auf den Atemweiten,
wo Wind kein Ziel und Richtung kennt,
vergesse Zeit und alle Seiten,
die Welt, die mich noch Erdling nennt.
Doch sinkt mein Denken erdenschwer,
dann dunkelt sich der Himmelsgrund,
und unten gähnt die Tiefe leer,
ich trinke Nacht aus fremdem Mund.
Dann hebt mich lautlos neues Schweben,
mein Herz wagt kühn, sich loszusagen,
ich lerne neu, im Licht zu leben,
und Hoffnung heimwärts hinzutragen.
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