Im Jammertal
Im Jammertal, da wohn ich nun
und jamm’re wie ein wehes Huhn.
Der Rücken knackt bei jedem Bücken,
die Knochen knirschen, nichts will glücken.
Der Fuß, er wuchs beim Wanderspaß,
ein Auswuchs, der sich heimlich fraß.
Jetzt passt er kaum noch in den Schuh,
der andre lacht – das ist der Clou!
Das Knie, es knackt im Takt der Zeit,
mal links, mal rechts – es ist ein Leid.
Es rutscht und schiebt sich hin und her,
in Tangoschritten, kreuz und quer.
Die Bandscheibe, ein Vagabund,
sie kreist im Rücken kunterbunt.
Mal oben, unten, nie am Platz,
sie quietscht und macht echt viel Rabatz.
Der Tennisarm, der hängt ganz schief,
verloren, traurig, ziemlich tief.
Er weiß nicht mehr, wo oben, unten,
hat sich im Elend festgebunden.
Das Gebiss, es klappert lose,
macht seine eigne kleine Chose.
Es wackelt, ruckelt, will nicht halten,
ich könnt es auch im Glas verwalten.
Der Kopf, er dreht sich wie ein Rad,
der Doktor sagt: „Das Alter naht!
Verschleiß, mein Kind, das ist der Grund.“
Drum dreht er weiter seine Rund.
Ansonsten bin ich echt gesund,
okay, ein bisschen Knochenschwund.
Das Hören, Sehen fällt schon schwer,
doch tasten kann ich umso mehr.