Die Welt ist ein Dorf
Vor Jahren warst du hier zu Gast,
im Ort, der meine Heimat heißt.
Wir kannten uns noch nicht, und fast
verliefen wir uns still im Kreis.
Du trankst im Schatten alter Bäume
das beste Bier, das es hier gibt.
Die Wege, die du gingst, sind Träume,
die man im Rückblick weiterliebt.
Ich hätte dir so gern gezeigt
die Wälder, Seen, unsern Laden,
wo man sich freundlich zuneigt
und Sorgen teilt an langen Tagen.
Die Zeit hat vieles fortgetragen,
das Bier, die Brauerei besteht.
Der Laden ist nun klein und vage,
doch manches bleibt, was nie vergeht.
Das Schicksal hat es gut gemeint,
wenn leise Wege sich verweben.
Die Welt, die endlos groß uns scheint,
wird oft zum Dorf in unsrem Leben.
Und hätten wir uns einst gefunden,
bei Bier und Licht im Sonnenschein,
dann würden wir in stillen Stunden
ein Stück des Wegs gegangen sein.
Anmerkung:
Danke Stefan für deinen Tipp!