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Die faltenlose Maske
Frau Glatt will keine Sorgenfalten,
ihr Spiegelbild macht ihr Verdruss.
„Herr Doktor, können Sie gestalten,
dass ich nicht länger runzeln muss?“
Der Arzt spritzt, ihre Stirn wird starr,
kein Zucken mehr, kein Mienenspiel.
Sie merkt erstaunt, ganz sonderbar:
Ihr Lachen wirkt jetzt ziemlich kühl.
Die Falten sind zwar ausradiert,
doch Freude bleibt dabei nicht stehn.
Frau Glatt, die plötzlich nichts mehr spürt,
kann stumm sich selbst im Spiegel sehn.
Die Stirn so glatt, die Haut so fein,
doch starr bleibt nun das Seelenleben.
Sie fühlt sich oft so ganz allein,
kann keinem mehr ein Lächeln geben.
So bleibt sie schön – doch ohne Grund,
die Seele faltet sich allein.
Am Ende macht der Spritzenbund
aus ihrem Blick nur harten Stein.
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