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Der Vorsatz vor dem Vorsatz
Ich wollte früh anfangen.
Noch vor dem Jahr.
Um ihm voraus zu sein.
Moralisch.
Der Silvestermorgen
lag da wie ein Versprechen,
das sich selbst
nicht ganz glaubte.
Der Wecker klingelte
mit der Überzeugung
eines Neuanfangs,
der zu früh dran ist.
Ich dachte an Listen.
An Ordnung.
An dieses bessere Ich,
das schon geschniegelt
in der Ecke stand
und wartete.
Die Sportsachen lagen bereit.
Unschuldig.
Als hätten sie nichts
damit zu tun.
Ich trank Kaffee.
Aus Prinzip.
Dann noch einen,
weil Vorhaben
ohne Koffein
unverantwortlich sind.
Gegen halb neun
war ich müde
vom Vorausdenken.
Und das Jahr
noch gar nicht da.
Ich beschloss,
die Sache ruhiger anzugehen.
Man muss das Scheitern
nicht vorziehen.
Das neue Jahr
kommt früh genug.
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