Das Kuckucksei
In einem Viertel, wo der Rasen perfekt ist,
wo die Nachbarn die Zäune mit Disteln und Hyazinthen zieren,
da sitzt sie, die werdende Mutter, in ihrem schneeweißen Kleid,
im Schatten des fein gestrichenen Hauses.
Neun Monate später, ein Schrei, ein Aufschrei —
ein Baby, ein Junge, mit Haut wie die Nacht,
oh, was für ein Unglück, ein Kuckucksei,
im Nest der Normalität.
Es haut die Ruhe auseinander —
ein Schatten huscht durch die heile Welt,
ist so schwarz wie die Geheimnisse, die sich in Klatschrunden verbergen,
das Haus verhüllt sich in skandalösem Schweigen.
„Woher kommt dieses Kind?“ fragt der Vater, blass,
der Stolz zerbrochen wie das geschmackvolle Porzellan.
„Was hast du getan?“ echot sein Vorwurf,
zwischen frischem Wind und falscher Fassade.
Die Mutter, zitternd, spricht leise:
„Es war der Kuckuck, der mein Nest beflog,
er hat mir unwissentlich
ein Ei hineingelegt.“
Die Nachbarn tuscheln, Häme fließt,
während der kleine Branden spielt,
unschuldig in seiner dunklen Haut,
doch die Welt um ihn herum wird bitter.
So wandelt er durch goldene Straßen,
ein echter Londoner, aus einer anderen Welt,
mit dem Echo von Gelächter, das nicht zu ihm gehört,
er ist ein Kuckuck im weißen Kleid.